2016: Veranstaltungen

brunnen

Mit dem Kauf, der Renovierung ab 1998 und Neuaufnahme meiner Arbeit als Schmied, Metallbildner in der Alten Dofschmiede Löchgau kam ich durch den Arbeitskreis Dorfbild Löchgau und dem von ihm aufgebauten und betreuten Nagelmuseums auf direkten Weg zum Nagelschmieden. L mit * Löchgauer Nägel mit dem Löchgauer Wappen, meinem Schmiedezeichen.
Es folgten Zeichnungsnägel als Raumkennzeichen, Tischkarten, Kleiderhaken, Nägel als Türgriffe aus Eisen und Schmiedebronze für die Türen des Nagelmuseums, Drahtstifte zu einem L verbunden mit Stern als verkleinerte Wiedergabe des aus verkerssicherheitstechnischen Gründen nun zweimal in Löchgau stehenden Wahrzeichen vom Kreisel und der Hasenropfernagel, nach dem von Herrn Professor Karl-Henning Seemann entworfenen Hasenropfer aus Bronze von mir in kleinem Maßstab auf einen Nagel gesetzt.

 

In Verbindung mit dem Nagelmuseum am 39. internationalen Museumstag und dem Tag der Städtebauförderung am 22. Mai 2016 im Bürgergarten Löchgau, können Sie mit mir an der Feldesse und Amboss Ihre Friedensnägel schmieden.
Schreiben Sie mich an über kontakt oder jochen-haubold@t-online.de.

 

schmieden

Als ich 2015 die ersten Berichte über das Projekt schmiedenfuerdenfrieden las, stand sogleich der Plan als Partnerschmied diese, mit der von Alfred Bullermann entworfenen Friedenstaube signierten Friedensnägel, für das Jahr 2016 mit möglichst vielen interessierten Menschen zu schmieden. Mit ihnen gemeinsam Zeichen für einen friedlichen und menschenwürdigen Umgang zu schaffen. Ihnen die Möglichkeit zu geben diesen Nagel einzuschlagen um Zusammenhalt zu zeigen.
Der Schmiedevorgang:
Von einem Zain, einem Rundstab mit 22 mm Durchmesser wird der Schaftansatz zu einem Vierkant 12/12 mm abgesetzt. Gemeinsam mit dem Zuschläger wird der Schaft auf eine Länge von 250 mm gestreckt. Hinter der Zugabe für den Kopf wird der Zain rundum mit dem Schrotmeißel eingeschnitten. Der noch mit dem Zain verbundene Nagel wird wieder in der Esse auf 1200°C, hellgelb, gebracht, in das Nageleisen gesteckt, vom Zain abgedreht und der Kopf auf 50 mm Durchmesser gestaucht. Mit einem Schlag wird die Friedenstaube auf die Fläche eingeprägt. Die Nagelnummer und mein Zeichen werden am Schaft eingeschlagen. Etwa eine halbe Stunde dauert der Schmiedeprozess, mit dem Erreichen von Kirschrot, 800°C, muss das Eisen wieder auf 1200°C, auf Schmiedetemperatur, gebracht werden. Zu dem nummerierten Nagel wird ein Zertifikat ausgehändigt. Es besteht die Möglichkeit seinen Nagel in einen Nagelbaum zu schlagen, schlagen zu lassen. Dieser wird im Laufe des Jahres errichtet. Vor dem Schmieden werden die Daten einer Spendenbescheinigung über mindestens 75 € an eine Initiative für ein friedliches und menschenwürdiges Miteinander aufgenommen. Für die Arbeitskosten stelle ich pro Nagel 25 € in Rechnung.
Ein Bericht in der Presse ist erwünscht, kann nach Absprache vorbereitet werden. Am 22. Mai, Museumtag und am 11. September, Tag des offenen Denkmals, ist schon ein öffentliches Schmieden geplant. Menschen, Betriebe, Vereine sind zur Teilnahme eingeladen, individuelle Termine können über email jochen-haubold©t-online.de abgesprochen werden.
Am 21.12.2015 wurden die ersten zwei Friedensnägel in der Alten Dorfschmiede geschmiedet.